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Mangelfall
(recht.zivil.materiell.familie.unterhalt.mindestunterhalt)
    

Von einem Mangelfall spricht man im Unterhaltsrecht, wenn das Einkommen des Unterhaltspflichtigen unter Bercksichtigung des Selbstbehalt nicht ausreicht um die Unterhaltsansprche aller Bedrftigen zu decken.

Nach der Gesetzeslage vor der zum 1.1.2008 in Kraft getretenen Unterhaltsreform wurden im Mangelfall die einzelnen Unterhaltsansprche gleichmig anteilig bedient. Nach dem neuen Unterhaltsrecht, werden grundstzlich zuerst die Ansprche der hheren Rnge (Vgl. 1609 BGB) voll bedient, bevor Ansprche der niedrigeren Stufe bedient werden. Dabei ist fr Kinder im Mangelfall immer vom Mindestunterhalt auszugehen.

Gengt die Leistungsfhigkeit nicht fr den Mindestkindesunterhalt, ist der zur Verfgung stehende Betrag anteilig auf die Kinder zu verteilen, unabhngig davon, wo sie wohnen. D.h. auch das beim Pflichtigen wohnende Kind erhlt nicht vorab den vollen Bedarf. Auf den Bedarf anzurechnen sind andere Leistungen die die Kinder erhalten wie z.B. Unterhaltsvorschuss, anzurechnen, ggf. hlftig.

Auf diesen Artikel verweisen: Drittelteilungsgrundsatz * Wohnvorteil, Unterhaltsrecht