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Lobbyist/Lobbyismus/lobbying
(recht.allgemein)
    

Als Lobbyist wird ein der Vertreter einer privaten Interessengruppe bezeichnet, der versucht die Politik eines Staates durch Einflussnahme auf die entscheidenden Politiker im Sinne seiner Interessengruppe zu beeinflussen. Als Lobbyismus wird entsprechend die Ttigkeit eines Lobbyisten bezeichnet.

Der Lobbyismus ist im Rahmen einer Demokratie problematisch, da er auf fr das Volk undurchsichtige Weise Entscheidungsprozesse beeinflusst und Entscheidungen zum Wettkampf zwischen der Werbekraft und damit der Finanzausstattung der konkurrierenden Verbnde werden lt. Weiterhin fhrt erfolgreicher Lobbyismus dazu, dass eine einzelne Interessengruppen auf Kosten des Gemeinwohls bevorzugt werden.

Die Bezeichnung kommt von dem englischen Wort Lobby (= Wandelhalle des Parlaments), als dem Platz, an dem Interessenvertreter den Erstkontakt zu Politikern aufnehmen knnen.

Beispiel (fiktiv): Der Verband B vertritt die Interessen aller Automobilunternehmen. Der Gesetzgeber will ein Gesetz zur Senkung der Hchstgeschwindigkeit auf Autobahnen erlassen. Da die Autoindustrie frchtet, ein solches Gesetz knnte den Absatz von Sportwagen gefhrden, beginnt der Verband durch Veranstaltungen, Broschren und Einzelgesprche mit Abgeordneten auf die geringe Wirkung eines solchen Gesetzes fr die Umwelt und auf den groen Einschnitt in die Freiheit der Brger hinzuweisen. Zugleich beginnt der Verband A, der sich fr die Umwelt einsetzt, mit Veranstaltungen, um die Abgeordneten von der Wichtigkeit der Geschwindig­keitsbegrenzung fr die Umwelt zu berzeugen. Im Ergebnis gelingt es dem Verband B, der mehr Geld fr eindrucksvolle Werbung zur Verfgung hat, gengend Abgeordnete zu "berzeugen", so dass das Gesetz nicht zustande kommt. Damit wurde im Ergebnis der demokratische Abwgungsprozess durch die grere Werbekraft des Verbandes B und nicht durch eine Interessensabwgung entschieden.

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