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in praeteritum non vivitur
(recht.allgemein.latein und recht.geschichte)
    

Mit "in praeteritum non vivitur" (lat. in der Vergangenheit lebt man nicht) wird der Grundsatz bezeichnet, dass fr die Vergangenheit eine Nachforderung von Unterhalt ausgeschlossen ist, da man annimmt, "da die Noth, in der die Verpflichtung ihren Grund hat, berwunden ist und hinterher nicht mehr abgestellt werden kann" (Reichsgericht Bltter fr Rechtsanwendung, Erg.Bd. 14, 1896, S.110f).

Im BGB gilt dieser Grundsatz nur noch eingeschrnkt. Hier kann Unterhalt rckwirkend ab dem Zeitpunkt der Aufforderung zu einer Unterhaltsauskunft zum Zwecke der Unterhaltsgeltendmachung gefordert werden ( 1613 BGB).

Diskutiert, von der Rechtsprechung aber verneint, wird die Frage, ob Unterhalt fr die Vergangenheit auch gefordert werden kann, wenn nach Auskunftsanforderung und erteilter Auskunft vom Glubiger der Unterhalt falsch berechnet wird (AG Wesel FamRZ 2000, 1045 mit abweichender Ansicht Frerix).

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