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ignorantia facti
(recht.straf.bt.263)
    

Von ignorantia facti (lat.) spricht man, wenn bei dem Opfer einer Straftat zwar eine Fehlvorstellung ber Tatsachen besteht, diese aber nicht aufgrund einer intellektuellen Einwirkung des Tters entstanden ist, sondern der Tter lediglich auf das Bezugsobjekt der Vorstellung des Opfers einwirkt.

Beispiel 1: Ein Schwarzfahrer schleicht sich unbemerkt in den Zug. Der Schaffner hat hier zwar die irrig Vorstellung es seien nur zahlende Gste an Bord, aber diese irrige Vorstellung beruht nicht auf einer intellektuellen Einwirkung des Tters auf sein Vorstellungsbild.

Beispiel 2: Ein Kunde an einer Tankstelle erwhnt beim Bezahlen einer Zeitung nicht, dass er auch getankt hat, der Verkufer vergisst auch nachzufragen. Hier hat der Verkufer keine Vorstellung darber, ob der Kunde getankt hat oder nicht.

In diesen Fllen fehlt es an einem Irrtum im Sinne des Betruges gem 263 StGB.

Auf diesen Artikel verweisen: Irrtum als Betrugsmerkmal