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Heimtcke, Mordmerkmal/Rechtsfolgenlsung
(recht.straf.bt.211)
    

Von Heimtcke spricht man bei einem Mord, wenn der Tter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst in feindlicher Willensrichtung ausnutzt.

In verschiedenen Fllen einer heimtckischen Ttung, z.B. des sog. "Familientyrannen", hlt man eine lebenslngliche Bestrafung fr unverhltnismig. Der BGH versucht hier ber die sog. Rechtsfolgenlsung zu einer milderen Bestrafung zu kommen, indem er zwar einen Mord annimmt, die lebenslngliche Strafe aber ber 49 Abs. 1, 38 Abs. 2 StGB mildert.

In seinem Urteil vom Urteil vom 25.3.2003 (Az. 1 StR 483/02) fhrt der BGH dazu aus (Leitstze):

1. Ttet ein Angehriger heimtckisch handelnd einen uerst gewaltttigen "Familientyrannen", von dem eine Dauergefahr (im Sinne des 35 Abs. 1 StGB) fr die Familienmitglieder ausgeht, so hat der Tatrichter grundstzlich die weiteren Voraussetzungen des entschuldigenden Notstandes zu prfen.

2. Bei der Prfung der anderweitigen Abwendbarkeit der Gefahr ( 35 Abs. 1 StGB) ist regelmig vom Tter zu verlangen, dass er zunchst die Hilfe Dritter, namentlich staatlicher Stellen in Anspruch nimmt.

3. Fr die Straffindung ist eine etwaige obligatorische Milderung nach 35 Abs. 2, 49 Abs. 1 Nr. 1 StGB der Milderung wegen Vorliegens auergewhnlicher Umstnde beim Heimtckemord ( 49 Abs. 1 Nr. 1 StGB analog, gem BGHSt 30, 105) vorgreiflich.

Auf diesen Artikel verweisen: 211 StGB Mord * Familientyrann/Haustyrann, Mord