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goodwill
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.handel)
    

Mit goodwill wird bei einem kaufmnnischen Unternehmen die Gesamtheit aller Beziehungen zu anderen Unternehmen und Kunden bezeichnet, die den Wert des Unternehmens beeinflussen. Er ist Teil des inneren Geschftswertes.

Fr den goodwill besteht ein Bilanzierungsverbot gem 248 Abs. 2 HGB.

BGH, Urteil vom 9. 2. 2011 - XII ZR 40/09 (OLG Hamm)

a) Der Goodwill einer freiberuflichen Praxis ist als immaterieller Vermgenswert grundstzlich in den Zugewinnausgleich einzubeziehen.

b) Bei der Bemessung eines solchen Goodwills ist im Rahmen der modifizierten Ertragswertmethode ein Unternehmerlohn abzusetzen, der sich an den individuellen Verhltnissen des Inhabers orientiert.

c) Die stichtagsbezogene Bewertung einer Inhaberpraxis im Zugewinnausgleich setzt eine Verwertbarkeit der Praxis voraus. Deswegen sind bereits bei der stichtagsbezogenen Bewertung dieses Endvermgens latente Ertragssteuern abzusetzen, und zwar unabhngig davon, ob eine Veruerung tatschlich beabsichtigt ist.

d) Die Bercksichtigung eines Goodwills im Zugewinnausgleich verstt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot, weil er den am Stichtag vorhandenen immateriellen Vermgenswert unter Ausschluss der konkreten Arbeitsleistung des Inhabers betrifft, whrend der Unterhaltsanspruch auf der Arbeitsleistung des Inhabers und weiteren Vermgensertrgen beruht.

Auf diesen Artikel verweisen: Substanzwert * latente Steuern * Firmenwert/Geschftswert