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Gesamtbetrachtungslehre (Zivilrecht)
(recht.zivil.materiell.at)
    

Mit Gesamtbetrachtungslehre wird die herrschende Theorie bezeichnet, dass bei der Beurteilung der Frage des rechtlichen Vorteils im Sinne von 107 BGB das nicht nur das Verfgungsgeschft sondern auch das Erfllungsgeschft zu betrachten sind.

Beispiel: A will dem minderjhrigen B ein Grundstck schenken, dass mit einer vermieteten Immobilie bebaut ist. Das Verfgungsgeschft (die Schenkung) als solches ist hier rechtlich vorteilhaft, da nur das Vermgen des B vermehrt wird ohne dass er im Gegenzug sich verpflichten muss. Dass Erfllungsgeschft, die bertragung des Eigentums, hat aber gem 566 BGB zur Folge, dass B als Vermieter verpflichtet wird. D.h. bei Gesamtbetrachtung entsteht nicht lediglich ein rechtlicher Vorteil.

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