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geringstes Gebot/Barteil
(recht.zivil.formell.zwangsvollstreckung.versteigerung)
    

Mit geringstem Gebot wird die mindestens zu erbringende Gegenleistung des Ersteigerers (= Erstehers) bezeichnet ( 44 ZVG).

Das geringste Gebot setzt sich zusammen aus dem bar zu zahlenden Teil (Barteil gem 49 Abs. 1 ZVG) und dem Teil der bestehen bleibenden Rechte ( 52 ZVG).

Der Barteil umfasst gem 49 ZVG die Verfahrenskosten, die Kosten fr Rechte nach 10 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 ZVG und die Ansprche auf wiederkehrende Leistungen und andere Nebenleistungen aus den bestehenbleibenden Belastungen, insbesondere die Grundschuldzinsen.

Die bestehenbleibenden Rechte umfassen alle Rechte die dem Recht des die Zwangsversteigerung Betreibenden vorrangig sind. Bercksichtigt werden alle aus dem Grundbuch zu entnehmenden Rechte. Weitere Rechte mssen angemeldet werden ( 45 Abs. 1 ZVG).

Der Ersteher muss mit seinem Gebot mindestens den Barteil decken und die bestehenden bleibenden Rechte bernehmen.

Beispiel: A ist Eigentmer eines Grundstcks, in Abteilung III des Grundbuches sindeiungetragen:
  1. Rang: Grundschuld f. B-Bank 150.000,- Euro.
  2. Rang Grundschuld f. D 10.000,- Euro.
Die Verfahrenskosten betragen voraussichtlich 5.000,- Euro. Wenn die D Zwangsvollstreckung betreibt ergibt sich daraus ein geringstes Gebot mit einem Barteil von 5.000,- Euro und als bestehend bleibendes Recht die Belastung mit der Grundschuld auf Rang 1. D.h. ein Ersteher muss mindestens 5.000,- Euro bieten und das Grundstck mit der Belastung in Hhe von 150.000,- Euro bernehmen, die er dann der B-Bank zahlen muss.

Grenzen

Ein Zuschlag kann im ersten Termin nur erteilt werden, wenn 7/10 des Verkehrswertes erreicht werden ( 74a ZVG, anders bei Teilungsversteigerung), im zweiten Termin besteht diese Grenze nicht mehr.

Bei der Berechnung der Grenzen ist

Wird in das geringste Gebot ein Recht aufgenommen, dass zum Zeitpunkt der Zwangsversteigerung nicht mehr besteht und ist die Verteilung beendet, muss der Ersteigernde, den Wert dieses Rechts zustzlich zum Barteil an den Berechtigten zahlen ( 50 ZVG). Der Anspruch des Berechtigten ergibt sich unmittelbar aus 50 ZVG. Wer Berechtigter der Zahlung wird durch den Teilungsplan festgelegt. Ist kein ausgefallener Glubiger mehr vorhanden steht das Geld dem Versteigerungsschuldner zu. Ist die Verteilung noch nicht beendet gilt 125 ZVG und der Betrag wird im Verfahren noch gem Teilungsplan dem Berechtigten zugesprochen.

Ein zwar bestehendes aber nicht valutiertes Recht fllt nicht unter 50 ZVG. Hier hat der Alteigentmer aber ggf. andere Ansprche.

Auf diesen Artikel verweisen: Grundschuldzinsen * Zwangsversteigerung (Subhastation)