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5 GBO [Vereinigung von Grundstcken]
(gesetz.gbo.abschnitt-1)
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(1) Ein Grundstck soll nur dann mit einem anderen Grundstck vereinigt werden, wenn hiervon Verwirrung nicht zu besorgen ist. Eine Vereinigung soll insbesondere dann unterbleiben, wenn die Grundstcke im Zeitpunkt der Vereinigung wie folgt belastet sind:

  1. mit unterschiedlichen Grundpfandrechten oder Reallasten oder
  2. mit denselben Grundpfandrechten oder Reallasten in unterschiedlicher Rangfolge.
Werden die Grundbcher von verschiedenen Grundbuchmtern gefhrt, so ist das zustndige Grundbuchamt nach 5 des Gesetzes ber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit zu bestimmen.

(2) Die an der Vereinigung beteiligten Grundstcke sollen im Bezirk desselben Grundbuchamts und derselben fr die Fhrung des amtlichen Verzeichnisses nach 2 Abs. 2 zustndigen Stelle liegen und unmittelbar aneinandergrenzen. Von diesen Erfordernissen soll nur abgewichen werden, wenn hierfr, insbesondere wegen der Zusammengehrigkeit baulicher Anlagen und Nebenanlagen, ein erhebliches Bedrfnis entsteht. Die Lage der Grundstcke zueinander kann durch Bezugnahme auf das amtliche Verzeichnis nachgewiesen werden. Das erhebliche Bedrfnis ist glaubhaft zu machen; 29 gilt hierfr nicht.


Anmerkung 1 (Antrag): 5 regelt die formelle Umsetzung der in 890 Abs. 1 BGB geregelten Vereinigung von Grundstcken. Die Vereinigung ist vom Eigentmer grundstzlich formlos zu beantragen, ersetzt aber der Antrag auch die Bewilligung, wie im nachfolgenden Beispiel, ist ber 30 GBO die Form des 29 GBO erforderlich:

Ich bin Eigentmer der im Grundbuch von Markstadt Blatt 1341 unter Flur 1 FlStNr. 23/4 und 1/3 eingetragenen und aneinander grenzenden Grundstcke. Ich vereinige beide Grundstcke gem 890 BGB.

Ich beantrage und bewillige den Vollzug der Vereinigung. Der Verkehrswert der beiden Grundstcke betrgt .... .


Anmerkung 2 (Umsetzung):Sind beide Grundstcke auf einem Blatt eingetragen, werden die alten Eintrge gertet und ein neue laufende Nummer unter Verweis auf die vereinigten Nummern gebildet. Sind die Grundstcke auf verschiedenen Bltten eingetragen, werden sie von diesen abgeschrieben und ein neues Grundbuchblatt gebildet.

Anmerkung 3 (Belastungen):

  1. Verliert ein belastetes Grundstck durch Vereinigung mit einem anderen Grundstck die Selbstndigkeit, so ruhen die Belastungen auf dem Teil des neuen Grundstcks, der vor der Vereinigung Belastungsgegenstand war.
  2. In einem solchen Fall ist der Glubiger des Rechts, das auf dem frheren selbstndigen Grundstck gelastet hat, nicht gehindert, einem Zwangsversteigerungsverfahren beizutreten, das das vereinigte neue Grundstck betrifft. Dabei ist es unerheblich, ob das frhere Grundstck, weil katastermig nicht verschmolzen, als Flurstck fortbesteht oder ob es auch als Flurstck nicht mehr existiert, da auch im letzteren Fall anhand der Genese der Flchenabschnitt ermittelt werden kann, auf den sich die Belastung mit welcher Rangfolge erstreckt.
(BGH, Beschluss vom 24. 11. 2005 Az. V ZB 23/05)

Auf diesen Artikel verweisen: 890 BGB Vereinigung von Grundstcken; Zuschreibung * 890 BGB Vereinigung von Grundstcken; Zuschreibung