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frustrierte Aufwendungen
(recht.zivil.materiell.schuld.at)
    

Von frustrierten Aufwendungen spricht man bei Aufwendungen, die infolge eines schdigenden Ereignisses nutzlos geworden sind.

Beispiel: A mietet sich fr das Wochenende einen Sportwagen. Nachdem er ihn abgeholt hat und noch eine Besorgung machen will, stolpert A in ein von B ausgehobenes und nicht gesichertes Loch. Dabei bricht er sich sein Bein und kann fr lange Zeit nicht mehr Autofahren. Die Aufwendungen fr die Miete des Sportwagens waren damit nutzlos.

Ob frustrierte Aufwendungen ersetzt werden, hngt von der Anspruchsgrundlage ab. ber 281, 249 BGB werden frustrierte Aufwendungen nur ersetzt, wenn fr sie die Rentabilittsvermutung spricht, d.h. wenn anzunehmen ist, dass der Aufwendende bei korrekter Abwicklung des Vertrages davon einen Vorteil erlangt htte, der die Aufwendungen wieder ausgeglichen htte.

Beispiel: A plant eine gewerbliche Silvesterparty. Zu diesem Zweck mietet er einen groe Halle an und kauft grere Mengen Getrnke. Kurzfristig sagt ihm der Hallenvermieter H aber ab, weil er ein besseres Angebot von C bekommen hat. Hier muss H die frustrierten Aufwendungen aus 281, 280 BGB ersetzen.

Rein ideelle Aufwendungen fr die keine Rentabilittsvermutung spricht, knnen nur ber 284 BGB verlangt werden. Diese knnen allerdings nicht neben dem Schadensersatz, sondern nur anstelle des Schadensersatzes gefordert werden.

Auf diesen Artikel verweisen: Nichterfllung/Erfllung, Wahlrecht des Insolvenzverwalters