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freie Beweiswrdigung
(recht.straf.prozess)
    

Mit freier Beweiswrdigung wird der Grundsatz bezeichnet, dass das Gericht die unter bestimmten Voraussetzungen erhobenen Beweise ohne formale Regeln (wie z.B. drei Zeugenaussagen wiegen schwerer als 2 Zeugenaussagen) bewerten muss. Der Grundsatz der freien Beweiswrdigung gilt im gesamten Prozessrecht.

Zivilprozessrecht

Siehe unter freie Beweiswrdigung in der ZPO.

Strafprozessrecht

Im Strafrechtprozessrecht kommt es gem 261 StPO nur auf die berzeugung des Gerichts an. D.h. das Gericht kann aus den Beweisen mgliche Schlsse ziehen, die aber nicht zwingend sind und es wird nicht von anderen mglichen Schlssen eingeschrnkt. D.h. es ist nicht notwendig, dass sich aus den Beweisen zwingend nur eine Mglichkeit ergiebt (Roxin, Strafverfahrensrecht, 15 Rn. 13ff). Dieser Grundsatz wird aber insoweit eingeschrnkt, als verlangt wird, dass der Urteilsfindungsprozess von anderen Richtern nachvollzogen werden kann (Roxin, Strafverfahrensrecht, 15 Rn. 13; hnlich BGH NStZ 8, 33; BGH StrV 82, 256; BGH NStZ 86, 373), und dass eine mindestens hohe objektive Wahrscheinlichkeit der Sachverhaltsannahmen des Gerichts mit der subjektiven berzeugung einhergeht (Roxin, aaO).

Weiterhin wird der Grundsatz der freien Beweiswrdingung eingeschrnkt durch naturwissenchaftliche Erkenntnisse, bergeordnete Verfahrensgesichtspunkte und gesetzliche Vorgaben.

Auf diesen Artikel verweisen: Beweiswrdigung, Zivilprozess * Freibeweis, ZPO * Dreier Zeugen Mund tut Wahrheit kund