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error in objecto vel persona
(recht.straf.at.irrtum und recht.allgemein.latein)
    

Von einem error in objecto vel persona spricht man, wenn der Tter sich ber die Identitt des Tatobjekts bzw. des Opfers tuscht.

Sind das tatschlich angegriffene Objekt und das vorgestellte tatbestandlich gleichwertig, ist der Irrtum unerheblich.

A hasst den B und will ihn tten, er legt sich daher im Morgengrauen auf die Lauer um ihn beim Verlassen der Wohnung zu erschieen. Als sich die Tr ffnet und ein Mann heraustritt, erschiet A diesen Mann im Glauben es sei B. Tatschlich war es aber C, der Schwager von A.

Hier hat sich A eines vorstzlichen Mordes an C strafbar gemacht, die irrige Vorstellung den B zu erschieen ist irrelevant. Eine weitere Strafbarkeit wegen versuchten Mordes an B kommt nicht in Frage.

Sind das tatschlich angegriffene Objekt und das vorgestellte nicht tatbestandlich gleichwertig, scheidet ein Vorsatz bezglich des tatschlich angegriffenen Objekts aus. Bestraft wird der Tter dann wegen fahrlssiger Begehung hinsichtlich des tatschlich angegriffenen Objektes, und wegen Versuches hinsichtlich des vorgestellten Objektes.

A will den Hund des Jgers B erschieen, hlt in der Dmmerung aber den auf dem Boden kauernden B fr dessen Hund und erschiet diesen.

A ist wegen fahrlssiger Ttung des B ( 222 StGB) und versuchter Sachbeschdigung am Hund ( 303, 22 StGB) zu bestrafen.

Auf diesen Artikel verweisen: Rose-Rosahl-Fall * Irrtmer im Strafrecht * Irrtmer im Strafrecht * aberratio ictus * mittelbare Tterschaft