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Erbfolge
(recht.zivil.materiell.erb)
(engl. gesetzliche = intestate succession )
    

Mit Erbfolge wird die Reihenfolge bezeichnet, in der bei Eintritt des Erbfalles die Erben zum Zuge kommen. Hat der Erblasser ein Testament aufgesetzt kommt es zur sogenannten gewillkrten Erbfolge. Andernfalls kommt es zur gesetzlichen Erbfolge.

gesetzliche Erbfolge

Die gesetzliche Erbfolge ist in den 1922 BGB geregelt. Vorrangige Erben (1. Ordnung) sind die Kinder und der Ehegatte des Erblassers. Neben Kindern erbt der Ehegatte 1/4 gem 1931 BGB und bei Zugewinngemeinschaft ein weiteres 1/4 gem 1371 BGB (siehe unter Ehegattenerbrecht.

Das verbleibende wird unter den Kindern nach Kpfen gleichmig verteilt. Soweit ein Kind nicht mehr lebt, treten an dessen Stelle seine mit dem Erblasser verwandten Kinder, dabei verndert sich der Erbteil nicht.

Beispiel: A hat eine Frau F, eine Tochter T und zwei Shne - S1 und S2, von denen S2 bereits tot ist. Von jedem seiner Kinder hat A zwei Enkelkinder. Als A stirbt hinterlsst er kein Testament und ein Barvermgen i.H.v. 150.000,-. Davon bekommt die Ehefrau 1/2 (75.000,-). Die verbleibenden 75.000,- werden unter den Kindern aufgeteilt, d.h. T und S1 erhalten 25.000,- und die zwei Kinder von S2 teilen sich des Anteil und bekommen daher je 12.500,- Euro.

Hat ein Erblasser keine Nachkommen geht die Erbschaft zu gleichen Teilen an die Eltern (2. Ordnung). Der Ehegatte des Erblassers erbt neben den Eltern des Erblassers zur Hlfte. Lebt ein Elternteil nicht mehr, treten an dessen Stelle sein Abkmmlinge, gibt es keine erbt der andere Elternteil allein.

Beispiel: A hat eine Frau F aber keine Kinder, es ist Gtertrennung vereinbart. Von seinen Eltern lebt nur noch die Mutter M. Der Vater hat noch zwei Shne B und C, die Brder des A. Als A stirbt hinterlsst er kein Testament und ein Barvermgen i.H.v. 100.000,-. Die F erbt davon 1/2 (50.000,-), die M erhlt (1/4) (25.000,-). B und C erhalten je 1/8 (12.500,-).

Das Gleiche gilt entsprechend fr die Groeltern und deren Abkmmlinge (3. Ordnung), wenn weder Eltern noch deren Abkmmlinge leben. Allerdings erbt die Ehefrau hier alles, wenn nur Abkmmlinge (d.h. Seitenverwandte) vorhanden sind ( 1931 BGB).

Beispiel: A hat eine Frau F aber keine Kinder oder Geschwister, seine Eltern sind auch schon tot. Allerdings lebt noch ein Sohn des Bruders seines Grovaters P. Hier erbt die F alles.

Leben auch keine Groeltern oder deren Abkmmlinge mehr, sind Erben die Urgroeltern bzw. deren Abkmmlinge. Allerdings treten die Abkmmlinge hier nur an deren Stelle, wenn keine Urgroeltern mehr am Leben sind. Ist dies der Fall, dann erben nur der/die Abkmmlinge die dem Erblasser vom Grad her am nchsten verwandt sind.

Leben auch keine Erben 4. Grades kommen nach dem vorstehenden Prinzip als Erben die die Ururgroeltern und deren Abkmmlinge, die Urururgroeltern usw. in Frage.

Hat der Erblasser berhaupt keine Verwandten, erbt der Fiskus des Bundesland in dem der Erblasser zum Todeszeitpunkt lebte.

Auf diesen Artikel verweisen: Erbfall * Testament * Ausschlagung/Annahme