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Elternunterhalt, Verwirkung/Krzung
(recht.zivil.familie.unterhalt)
    

Verwirkung des Elternunterhalts.

Anforderungen nach BGH: "
  1. Eine schwere Verfehlung gem 1611 Abs. 1 Satz 1 Alt. 3 BGB kann regelmig nur bei einer tiefgreifenden Beeintrchtigung schutzwrdiger wirtschaftlicher Interessen oder persnlicher Belange des Pflichtigen angenommen werden (im Anschluss an Senatsurte il vom 19. Mai 2004 - XII ZR 304/02 - FamRZ 2004, 1559).
  2. Ein vom unterhaltsberechtigten Elternteil ausgehender Kontaktabbruch stellt regelmig eine Verfehlung dar. Sie fhrt indes nur ausnahmsweise bei Vorliegen weiterer Umstnde, die das Verhalten des Unterhaltsberechtigten auch als schwere Verfehlung i.S.d. 1611 Abs. 1 Satz 1 Alt. 3 BGB erscheinen lassen, zur Verwirkung des Elternunterhalts.
" (BGH, Beschl. v. 12. 2.2014 Az. XII ZB 607/12; Vorinstanzen: OLG Oldenburg AG Delmenhorst)

"Der Senat hlt indes eine Herabsetzung des geschuldeten Unterhalts um 25% auf einen der Billigkeit entsprechenden Betrag vorliegend fr gerechtfertigt, weil zwischen dem Bekl. und seiner Mutter seit seinem Auszug aus dem elterlichen Haushalt mit Beginn seiner Ausbildung zum Schlosser und seinem Umzug nach H. im Jahr 1960 nahezu kein persnlicher Kontakt mehr bestand. Nach der insoweit wohl auf die Beziehung zu einem minderjhrigen Kind bezogenen Rechtsprechung des BGH (NJW 2004, NJW Jahr 2004 Seite 3109 = FamRZ 2004, FAMRZ Jahr 2004 Seite 1559 [FAMRZ Jahr 2004 Seite 1560]) ist im Rahmen der Eltern-Kind-Beziehung auch zu bercksichtigen, ob der Elternteil Anteil am Leben seines Kindes und seiner Entwicklung nimmt, ihm bei auftretenden Problemen und Schwierigkeiten zur Seite steht und ihm die Gewissheit vermittelt, ein ihm in Liebe und Zuneigung verbundener Elternteil sei fr ihn da. Ob diese Ausfhrungen des BGH auch auf die Zeit nach der Volljhrigkeit zu bertragen sind und hiervon nach dem Auszug des Bekl. aus dem elterlichen Haushalt auszugehen ist, bedarf im Hinblick auf einen mehrere Jahrzehnte fehlenden persnlichen Kontakt keiner Entscheidung." (OlG Celle v. 26.5.2010 Az. 15 UF 272/09)

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