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elterliche Sorge, nichtehelicher Vater
(recht.zivil.materiell.familien.sorge)
    

Bis zu Entscheidung des BVerfG vom 21.07.2010 (1 BvR 420/09) hatte ein nichtehelicher Vater die gemeinsame elterliche Sorge nur, wenn Sie ihm von der Mutter freiwillig eingerumt wurde. Entweder durch eine Sorgeerklrung gem 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB oder eine Gerichtsentscheidung mit Zusstimmung der Mutter nach 1672 BGB. Daneben war nur eine bertragung gem 1680 Abs. 3 iVm ABs. 2 S. 2 mglich, wenn der Mutter die elterliche Sorge aus Kindeswohlgesichtpunkten entzogen worden war.

Seit dem Urteil und bis zur Schaffung einer verfassungsgemen Rechtslage ist eine bertragung der gemeinsamen Sorge auf den Vater mglich

soweit zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl entspricht

Dabei ergibt sich der Mastab fr das Kindeswohl aus dem Gesamtzitat:

"Insofern bietet es sich an, vom bisherigen Regelungskonzept des Gesetzgebers auszugehen, das die Begrndung der gemeinsamen Sorge von Eltern nichtehelicher Kinder von der Abgabe gemeinsamer Sorgeerklrungen abhngig macht. Ergnzend zu dieser Regelung des 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB wird deshalb bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung vorlufig angeordnet, dass das Familiengericht den Eltern auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge gemeinsam bertrgt, soweit zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl entspricht. Der gewhlte Prfungsmastab hinsichtlich des Kindeswohls soll sicherstellen, dass die Belange des Kindes mageblich Bercksichtigung finden, jedoch die Zugangsvoraussetzungen zur gemeinsamen Sorge nicht zu hoch angesetzt werden." (BVerfG vom 21.07.2010, 1 BvR 420/09)

Auf diesen Artikel verweisen: uneheliche/nichteheliche Kinder * elterliche Sorge