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Einkommen des minderjhrigen Kindes
(recht.zivil.materiell.familie.unterhalt)
    

Ein Einkommen des Kindes (z.B. Kindergeld, Ausbildungsvergtung oder Zinsen) wird beim Bedarf, gemindert um einkommensbedingte Aufwendungen, voll angerechnet. Bei Anhaltspunkten kann eine Pauschale von 5 % abgerechnet werden (10.2.3. der Richtlinien OLG Frankfurt/Main).

Andere OLGs sehen hier teilweise abweichende Regelungen vor.

Dabei ist aber zu bercksichtigen, dass das Einkommen des Minderjhrigen je hlftig dem Barunterhaltspflichtigen und dem Betreuungsunterhaltspflichtigen zu Gute kommt. D.h. der Barunterhaltspflichtige kann sich nur die Hlfte des bereinigten Einkommens abziehen (BGH FamRZ 1988, 159, 161).

Beispiel: Ein 16jhriger Azubi verdient nach Abzug von Fahrtkosten 300,- Euro. Von seinem nach der Tabelle ermittelten Bedarf werden das halbe Kindergeld und 150,- Einkommen abgezogen.

Lebt der Minderjhrige nicht mehr bei einem Elternteil, so werden beide Eltern anteilig unterhaltspflichtig und vom Bedarf des Minderjhrigen ist sein anzurechnendes Einkommen voll abzuziehen.

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