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Ehegattenunterhalt, nachehelich
(recht.zivil.materiell.familie)
    

Als nachehelicher Ehegattenunterhalt wird der Unterhalt bezeichnet, den ein geschiedener bedrftiger Ehegatte von dem leistungsfhigen Ehegatten verlangen kann. Nachehelicher Unterhalt wird nur gewhrt, wenn ein Unterhaltstatbestand gegeben ist (siehe unten).

Der Ehegattenunterhalt hat nach dem Kindesunterhalt den zweiten Rang.

Unterhaltstatbestnde

  1. Betreuungsunterhalt, 1570 BGB
  2. Altersunterhalt, 1571 BGB
  3. Unterhalt wegen Krankheit oder Gebrechen, 1572
  4. Aufstockungsunterhalt, 1573 BGB
  5. Ausbildungsunterhalt, 1575 BGB

Basis fr die Unterhaltsberechnung ist grundstzlich das eheprgende bereinigte Nettoeinkommen des Pflichtigen.

Ende des Anspruchs

Die Ansprche auf nachehelichen Unterhalt aus allen Tatbestnden enden mit Wiederheirat des Berechtigten oder dessen Tod ( 1586 BGB). Betreuungsunterhalt kann gem 1586a BGB wieder aufleben.

Mit Tod des Verpflichteten wird der Ehegattenunterhalt gem 1586b BGB zur Nachlassverbindlichkeit. Der Hhe nach ist diese Nachlassverbindlichkeit aber auf den sog. kleinen Erbteil des Unterhaltsberechtigten Ehegatten beschrnkt. D.h. er kann in der Summe nur Unterhalt verlangen in der Hhe des Pflichtteils, der ihm gem 1931 Abs. 1 und 2 BGB zustnde, wenn zum Todeszeitpunkt die Ehe noch ungeschieden gewesen wre.

Auf diesen Artikel verweisen: Splittingvorteil * Unterhaltstatbestnde * Unterhaltsverzicht * Geschiedenenunterhalt/nachehelicher Unterhalt, Unterhaltstatbestnde * Folgesachen * Unterhaltsbegrenzung/Unterhaltsherabsetzung * Unterhaltspflicht/Unterhaltsanspruch * Ehescheidung