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ehebedingter Nachteil
(recht.zivil.materiell.familie.unterhalt)
    

Von ehebedingten Nachteilen spricht man, wenn der Berechtigte berufliche Nachteile hat, die durch die Betreung des Haushalts und/oder der Kinder eingetreten sind und diese nicht durch eine neue Ganztagsttigkeit ausgeglichen sind.

D.h. es wird das Einkommen des Berechtigten das er tatschlich hat mit dem Einkommen verglichen, dass er gehabt htte, wenn er nicht geheiratet htte. Ehebedingte Vorteile gleichen den ehebedingten Nachteile soweit sie reichen wieder aus.

Beispiel: Der B hat nach Heirat mit der A seine Ausbildung aufgegeben um sich um den Haushalt zu kmmern. Nach 10 Jahren wird die Ehe geschieden, B erhlt im Rahmen des Zugewinnausgleichs 250.000,-. Auerdem arbeitet er jetzt als Hilfsarbeiter und erhlt 1000,- netto im Monat. Aus den 250.000,- erhlt er jhrlich 12.000,- Zinsen. Mit Ausbildung wrde er netto 2.000,- verdienen. Es verbleiben daher keine ehebedingten Nachteile.

Beweislast

Hinsichtlich des ehebedingten Nachteiles trifft den Berechtigten eine sekundre Beweislast.

"Der Unterhaltsberechtigte kann im Einzelfall seiner - sekundren - Darlegungslast gengen, wenn er vortrgt, dass in dem von ihm erlernten Beruf Gehaltssteigerungen in einer bestimmten Hhe mit zunehmender Berufserfahrung bzw. Betriebszugehrigkeit blich sind.

Anders verhlt es sich indes bei einem behaupteten beruflichen Aufstieg. Hier muss der Unterhaltsberechtigte darlegen, aufgrund welcher Umstnde (wie etwa Fortbildungsbereitschaft, bestimmte Befhigungen, Neigungen Talente etc.) er eine entsprechende Karriere gemacht htte." (BGH v. 20.10.2010 Az. XII ZR 53/09).

Auf diesen Artikel verweisen: Altersunterhalt * Unterhaltsbegrenzung/Unterhaltsherabsetzung * Aufstockungsunterhalt * ehebedinger Vorteil