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dolus eventualis/Eventualvorsatz/bedingter Vorsatz
(recht.straf.at.vorsatz)
    

Wann bedingter Vorsatz vorliegt ist umstritten. Ursache fr die Streitigkeiten drfte unter anderem seine Bedeutung als unter Grenze der Strafbarkeit bei Delikte sein, bei denen die fahrlssige Begehung nicht mit Strafe bedroht ist.

Einigkeit besteht darber, da dem Tter die Mglichkeit des Erfolgseintritts bewut gewesen sein mu (intellektuelles Element). Strittig ist, ob und wenn ja mit welchem Inhalt ein voluntatives Element zu fordern ist.

Die Rechtsprechung folgt grundstzlich der Einwilligungs-Theorie, die verlangt, dass der Erfolg billigend in Kauf genommen werden muss. Allerdings lt sie ein "Billigen im Rechtssinn" ausreichen. Dieses kann auch dann vorliegen, wenn dem Tter der Erfolg unerwnscht ist (BGHSt 7, 363). In jngeren Entscheidung wird darauf abgestellt, dass der Tter den mglichen Erfolg, sei er ihm auch unerwnscht, akzeptiert bzw. sich mit ihm abgefunden hat (BGHSt 36, 1, 9; BGH JZ 89, 449).

Weitere Theorien:

  • Ohne zweites Element
    • Mglichkeitstheorie
    • Wahrscheinlichkeitstheorie
  • Mit zweitem Element
    • Gleichgltigkeitstheorie

Auf diesen Artikel verweisen: Vorsatz/Dolus, Verhaltensform