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Diskriminierung, unmittelbare/mittelbare
(recht.oeffentlich.grundrechte.art3)
    

Von einer unmittelbaren Diskriminierung spricht man, wenn eine unsachliche Unterscheidung direkt am unzulssigen Differenzierungsmerkmal ansetzt.

Beispiel: Die Differenzierung nachdem Geschlecht ist bei der Lohnzahlung unzulssig. Eine unmittelbare Diskriminierung liegt daher vor, wenn alle Frauen in einem Betrieb 700,- Euro Weihnachtsgeld bekommen und alle Mnner 1.000,- Euro.

Von einer mittelbaren Diskriminierung spricht man, wenn eine Unterscheidung an sich an einem zulssigen Kriterium ansetzt aber mittelbar dazu fhrt, dass berwiegend nach einem unzulssigen Kriterium (z.B. Geschlecht) unterschieden wird.

Beispiel: Ein Arbeitgeber zahlt an gerinfgig Beschftigte kein Weihnachtsgeld, unabhngig davon ob sie Mnner oder Frauen sind. Diese Regelung setzt zunchst nicht am Geschlecht an, sieht die Arbeitnehmerstruktur im Betrieb aber so aus, dass 80 % der gerinfgig Beschftigten Frauen sind, fhrt die Differenzierung nach dem Beschftigungsumfang mittelbar dazu, dass nach dem Geschlecht differenziert wird. Es liegt dann eine mittelbare Diskriminierung vor (Vgl. EuGH v. 9.9.99 Az. C-281/97) = NJW 2000, 647).

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