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Differenzhypothese
(recht.zivil.materiell.schuld.bt)
    

Mit der Differenzhypothese wird im Zivilrecht der Schaden ermittelt. Dabei gilt als Schaden der Unterschied zwischen dem tatschlichen Vermgen und dem Vermgen, dass der Geschdigte hypothetisch gehabt htte, wenn das schdigende Ereignis nicht eingetreten wre.

Beispiel: A ist Anlageberater, er bert den B hinsichtllich des Risikos eines Wertpapiers falsch. Aufgrund des von A als sehr niedrig eingestuften Risikos, investiert B in dieses Papier 50.000,- Euro. Andernfalls htte er das Geld in ein anderes Papier investiert, dessen Risiko A zutreffend als niedrig eingestuft hatte. Nach einem Jahr realisiert sich das Risiko und B verliert 75 % seiner Investition. Um den Schaden zu ermitteln ist das tatschliche Vermgen des B (12.500,-) mit dem Vermgen zu vergleichen, dass er gehabt htte, wenn A ihn richtig beraten htte. Dafr ist die Frage zu untersuchen, in welches Papier B investiert htte, wenn A ihn richtig beraten htte. B htte hier in ein anderes Papier investiert, dessen Risiko zutreffend als niedrig eingestuft wurde. Wenn dieses Papier in dem fraglichen Zeitraum 500,- Euro Verlust gemacht htte, htte B ein hypothetisches Vermgen von 49.500,- gehabt. D.h. sein Schaden liegt bei 37.000,- Euro (49.500 - 12.500).

Auf diesen Artikel verweisen: Vermgensschaden, Zivilrecht * Anwaltshaftung/Anwaltsregress