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Daschner/Metzler
(recht.straf.prozess)
    

Im Frhjahr 2003 forderte der Vizeprsident der Frankfurter Polizei Daschner die Mglichkeit der Anwendung oder Androhung von Gewalt um Entfhrer zu Angaben ber den Aufenthaltsort des Opfers zwingen zu knnen. Dieser Forderung ging die Erffnung eines Strafverfahrens gegen ihn voraus, weil er dem mutmalichen Tter in dem Entfhrungsfall Metzler Gewalt androhte um ihn zur Preisgabe des Aufenthaltortes der Geiel zu bringen.

Damit wurde zunchst nicht die Forderung nach Folter zur Erpressung eines Gestndnisses erhoben. Es ging nicht um die Gewaltanwendung in der Ermittlung sondern um Gewaltanwendung zur Gefahrenabwehr. Sptere Gestndnisse, u.a. vor der Ermittlungsrichterin, wurden ohne weitere Gewaltandrohung abgegeben.

Im anschlieenden Proze hat die Verteidigung des Tters beantragt das Verfahren wegen eines Verfahrenshindernisses einzustellen, da alle Gestndnisse und Beweismittel letztendlich auf der Drohung beruhen wrden. Hinsichtlich der mittelbar durch die Drohung gewonnen Beweismittel beruft sich die Verteidigung damit auf die "fruit of the poisonous tree doctrine".

Das Landgericht ist dem Antrag auf Einstellung nicht gefolgt, hat aber alle Gestndnisse, als unter der fortwirkenden Drohung stehend, verworfen, die mittelbar gewonnenen Beweise aber zugelassen.

Auf diesen Artikel verweisen: Rettungsfolter * Folter