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Blankowechsel/unbewusst unvollstndiger Wechsel
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.wertpapier.wechsel)
    

Mit Blankowechsel wird ein Wechsel bezeichnet, den der Wechselgeber (Akzeptant) unvollstndig ausgefllt aber mit Unterschrift versehen an den Wechselnehmer begibt und diesen Ermchtigt die fehlenden Eintragungen vorzunehmen.

Fllt der Wechselnehmer den Wechsel absprachewidrig aus (setzt z.B. eine zu hohe Wechselsumme ein) und gibt ihn weiter, so haftet der Akzeptant gem Art. 10 WG gegenber dem gutglubigen Erwerber aus dem absprachewidrig ausgefllten Wechsel. Gegenber dem sich absprachewidrig verhaltenten Aussteller haftet der Wechselgeber nur im Rahmen der vereinbarten Hhe.

Beispiel: A hat mit B ein Kontokorrentverhltnis. Da A in letzter Zeit oft Leistungen von B in Anspruch genommen hat, gehen A und B davon aus, dass ein Saldo zugunsten des B besteht. Damit B diesen ausgleichen kann, akzeptiert A einen Blankowechsel den er B bergibt, damit dieser nach Ermittlung des Saldos den Wechsel entsprechend ausfllen kann. Nachdem B den Saldo i.H.v. 5.000,- ermittelt hat, fllt ihm ein anderer Kunde aus, da er aber dringend seinen Lieferanten F bezahlen muss, setzt er in den Wechsel des A 50.000,- Euro ein und gibt diesen an F weiter, der von allem nichts wei. Gegenber F haftet der A in voller Hhe (Art. 10 WG), gegenber B wrde er nur in Hhe von 5.000,- haften.

Vom Blankowechsel ist der unbewusst unvollstndige Wechsel zu unterscheiden. Dieser ist ein fehlerhafter Wechsel und eine Inanspruchnahme kommt nur unter Rechtsscheinsgesichtspunkten in Frage.

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