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2325 BGB Pflichtteilsergnzungsanspruch bei Schenkungen
(gesetz.bgb.buch-5.abschnitt-5 und recht.notar.erb)
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(1) Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergnzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.

(2) Eine verbrauchbare Sache kommt mit dem Werte in Ansatz, den sie zur Zeit der Schenkung hatte. Ein anderer Gegenstand kommt mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht.

(3) Die Schenkung wird innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger bercksichtigt. Sind zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt die Schenkung unbercksichtigt. Ist die Schenkung an den Ehegatten erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflsung der Ehe.


Hinweis: Der Begriff der Schenkung entspricht dem des 516 BGB, unbenannte Zuwendungen fallen auch unter den Schenkungsbegriff des Abs. 1.

Die Frist des Abs. 3 beginnt erst mit dem wirtschaftlichen Ausscheiden aus dem Vermgen des Schenkers an zu laufen. Bei Vereinbarung eines Niebrauchs fr den Schenker ist dies nicht der Fall

Umstritten ist, ob eine mit einem freien vertraglichen Rckforderungsrecht versehene Schenkung die Frist des 2325 Abs. 3 BGB auslst. Auf ein entsprechendes Risiko ist bei der Belehrung hinzuweisen.

Auf diesen Artikel verweisen: Gterstandsschaukel * Skript Erbrecht