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2101 BGB Noch nicht gezeugter Nacherbe
(gesetz.bgb.buch-5.abschnitt-3.titel-3)
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(1) Ist eine zur Zeit des Erbfalls noch nicht gezeugte Person als Erbe eingesetzt, so ist im Zweifel anzunehmen, dass sie als Nacherbe eingesetzt ist. Entspricht es nicht dem Willen des Erblassers, dass der Eingesetzte Nacherbe werden soll, so ist die Einsetzung unwirksam.

(2) Das Gleiche gilt von der Einsetzung einer juristischen Person, die erst nach dem Erbfall zur Entstehung gelangt; die Vorschrift des 84 bleibt unberhrt.


Gegenbeispiel:
Meine Tochter M. wird enterbt. Der Pflichtteil bleibt mit dem vorhandenen Bargeld, dem vorhandenen Gold, den Husern in H. abgegolten. Das noch verbleibende Vermgen kann nur noch an leibliche Nachkommen meiner Kinder in Eigentum bergehen. Sollten keine leiblichen Kinder vorhanden sein, fllt alles dem C.-Verband zu." (Sachverhalt aus: OLG Kln Beschl. v. 13. 12. 1991 Az. 2 Wx 33/91)

In diesem Fall kam es auf 2101 BGB nicht an, da dass aufgrund einer Wortlautauslegung dazu kam, dass hier nur die zum Zeitpunkt des Erbfalles bereits geborenen Nachkommen gemeint waren.

Fr eine Einsetzung noch nicht gezeugter Personen schlgt das OLG die Formulierung

Sollte meine Tochter kinderlos bleiben
vor

Auf diesen Artikel verweisen: 2105 BGB Gesetzliche Erben als Vorerben