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1748 BGB Ersetzung der Einwilligung eines Elternteils
(gesetz.bgb.buch-4.abschnitt-2.titel-7.untertitel-1)
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(1) Das Familiengericht hat auf Antrag des Kindes die Einwilligung eines Elternteils zu ersetzen, wenn dieser seine Pflichten gegenber dem Kind anhaltend grblich verletzt hat oder durch sein Verhalten gezeigt hat, dass ihm das Kind gleichgltig ist, und wenn das Unterbleiben der Annahme dem Kind zu unverhltnismigem Nachteil gereichen wrde. Die Einwilligung kann auch ersetzt werden, wenn die Pflichtverletzung zwar nicht anhaltend, aber besonders schwer ist und das Kind voraussichtlich dauernd nicht mehr der Obhut des Elternteils anvertraut werden kann.

(2) Wegen Gleichgltigkeit, die nicht zugleich eine anhaltende grbliche Pflichtverletzung ist, darf die Einwilligung nicht ersetzt werden, bevor der Elternteil vom Jugendamt ber die Mglichkeit ihrer Ersetzung belehrt und nach Magabe des 51 Abs. 2 des Achten Buches Sozialgesetzbuch beraten worden ist und seit der Belehrung wenigstens drei Monate verstrichen sind; in der Belehrung ist auf die Frist hinzuweisen. Der Belehrung bedarf es nicht, wenn der Elternteil seinen Aufenthaltsort ohne Hinterlassung seiner neuen Anschrift gewechselt hat und der Aufenthaltsort vom Jugendamt whrend eines Zeitraums von drei Monaten trotz angemessener Nachforschungen nicht ermittelt werden konnte; in diesem Falle beginnt die Frist mit der ersten auf die Belehrung und Beratung oder auf die Ermittlung des Aufenthaltsorts gerichteten Handlung des Jugendamts. Die Fristen laufen frhestens fnf Monate nach der Geburt des Kindes ab.

(3) Die Einwilligung eines Elternteils kann ferner ersetzt werden, wenn er wegen einer besonders schweren psychischen Krankheit oder einer besonders schweren geistigen oder seelischen Behinderung zur Pflege und Erziehung des Kindes dauernd unfhig ist und wenn das Kind bei Unterbleiben der Annahme nicht in einer Familie aufwachsen knnte und dadurch in seiner Entwicklung schwer gefhrdet wre.

(4) In den Fllen des 1626a Absatz 3 hat das Familiengericht die Einwilligung des Vaters zu ersetzen, wenn das Unterbleiben der Annahme dem Kind zu unverhltnismigem Nachteil gereichen wrde.

Auf diesen Artikel verweisen: 1747 BGB Einwilligung der Eltern des Kindes * 1746 BGB Einwilligung des Kindes