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1600 BGB Anfechtungsberechtigte
(gesetz.buch-4.abschnitt-2.titel-2)
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(1) Berechtigt, die Vaterschaft anzufechten, sind:

  1. der Mann, dessen Vaterschaft nach 1592 Nr. 1 und 2, 1593 besteht,
  2. der Mann, der an Eides statt versichert, der Mutter des Kindes whrend der Empfngniszeit beigewohnt zu haben,
  3. die Mutter,
  4. das Kind und
  5. die zustndige Behrde (anfechtungsberechtigte Behrde) in den Fllen des 1592 Nr. 2.

(2) Die Anfechtung nach Absatz 1 Nr. 2 setzt voraus, dass zwischen dem Kind und seinem Vater im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 keine sozial-familire Beziehung besteht oder im Zeitpunkt seines Todes bestanden hat und dass der Anfechtende leiblicher Vater des Kindes ist.

(3) Die Anfechtung nach Absatz 1 Nr. 5 setzt voraus, dass zwischen dem Kind und dem Anerkennenden keine sozial-familire Beziehung besteht oder im Zeitpunkt der Anerkennung oder seines Todes bestanden hat und durch die Anerkennung rechtliche Voraussetzungen fr die erlaubte Einreise oder den erlaubten Aufenthalt des Kindes oder eines Elternteiles geschaffen werden.

(4) Eine sozial-familire Beziehung nach den Abstzen 2 und 3 besteht, wenn der Vater im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 zum mageblichen Zeitpunkt fr das Kind tatschliche Verantwortung trgt oder getragen hat. Eine bernahme tatschlicher Verantwortung liegt in der Regel vor, wenn der Vater im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 mit der Mutter des Kindes verheiratet ist oder mit dem Kind lngere Zeit in huslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

(5) Ist das Kind mit Einwilligung des Mannes und der Mutter durch knstliche Befruchtung mittels Samenspende eines Dritten gezeugt worden, so ist die Anfechtung der Vaterschaft durch den Mann oder die Mutter ausgeschlossen.

(6) Die Landesregierungen werden ermchtigt, die Behrden nach Absatz 1 Nr. 5 durch Rechtsverordnung zu bestimmen. Die Landesregierungen knnen diese Ermchtigung durch Rechtsverordnung auf die zustndigen obersten Landesbehrden bertragen. Ist eine rtliche Zustndigkeit der Behrde nach diesen Vorschriften nicht begrndet, so wird die Zustndigkeit durch den Sitz des Gerichts bestimmt, das fr die Klage zustndig ist.

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