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185 BGB Verfgung eines Nichtberechtigten
(gesetz.bgb.buch-1.abschnitt-3.titel-6)
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(1) Eine Verfgung, die ein Nichtberechtigter ber einen Gegenstand trifft, ist wirksam, wenn sie mit Einwilligung des Berechtigten erfolgt.

(2) Die Verfgung wird wirksam, wenn der Berechtigte sie genehmigt oder wenn der Verfgende den Gegenstand erwirbt oder wenn er von dem Berechtigten beerbt wird und dieser fr die Nachlassverbindlichkeiten unbeschrnkt haftet. In den beiden letzteren Fllen wird, wenn ber den Gegenstand mehrere miteinander nicht in Einklang stehende Verfgungen getroffen worden sind, nur die frhere Verfgung wirksam.


BGH v. 13.03.1952 - IV ZR 101/51: "(...) Der Beklagte hat sich schliesslich noch auf 185 Abs. 2 BGB berufen und hierzu ausgefhrt: Beide Parteien seien nicht nur Nacherben nach ihrem Vater, sondern auch Erben nach ihrer Mutter, der Vorerbin. Wollte man also die Verfgung der Vorerbin ber das Grundstck fr dem Klger gegenber unwirksam halten, so sei sie doch dadurch wirksam geworden, dass der Klger die Vorerbin beerbt habe und fr die Nachlassverbindlichkeiten unbeschrankt hafte; 2063 Abs. II BGB knne keine Anwendung finden. Dem kann nicht zugestimmt werden. Wie das Reichsgericht in RGZ 110, 94 [95] ausgefhrt hat, liegt der gesetzgeberische Grund fr die Vorschrift des 185 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 3 darin, dass bei unbeschrnkter Erbenhaftung eine Vereinigung von Recht und Pflicht in der Person des Erben eintritt. Die Konvaleszenz trete umgekehrt nicht ein, wenn der Erbe nur unter Beschrnkung auf den Nachlass hafte; denn dann finde eine Vereinigung von Recht und Verbindlichkeit nicht statt. Wenn auch dabei allerdings zunchst wohl an den regelmssigen Fall gedacht sei, dass einmal der Erwerber ein Dritter und nicht Miterbe sei, ferner, dass der Erbe allen Nachlassglubigern gegenber nur unter Beschrnkung auf den Nachlass hafte, so zwinge doch der Grund des Gesetzes dazu, die Vorschrift auch auf den Fall anzuwenden, dass der Erwerber und der Berechtigte Miterben seien; denn dann trete wegen der nach 2063 Abs. 2 im Verhltnis zwischen ihnen beschrnkten Haftung eine Vereinigung von Recht und Pflicht nicht ein. Von dieser Rechtsprechung abzuweichen, sieht der erkennende Senat keinen Anlass. (...)"

RGZ v. 19.01.1925 110, 94 Leitsatz:
  1. Findet 185 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 3 BGB. auf Verfgungen des Vorerben im Sinne des 2113 BGB. Anwendung?
  2. Wird eine Verfgung, die der Erblasser als Vorerbe, ohne dazu berechtigt zu sein, zugunsten eines der mehreren berechtigten Miterben getroffen hat, nach 185 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 3 wirksam, wenn er von allen Berechtigten beerbt wird ( 2063 Abs. 2 BGB.)?

Auf diesen Artikel verweisen: 2113 BGB Verfgungen ber Grundstcke, Schiffe und Schiffsbauwerke; Schenkungen * 2113 BGB Verfgungen ber Grundstcke, Schiffe und Schiffsbauwerke; Schenkungen * 362 BGB Erlschen durch Leistung * Erfllung durch Leistung an Dritte * Unwirksamkeit/Wirksamkeit/schwebende Unwirksamkeit/relative Unwirksamkeit * Nacherbenvermerk/Wirksamkeitsvermerk * Vorausabtretung/antizipierte Abtretung * Vindikation/Vindikationslage * 29 GBO [Form des Nachweis der Eintragungsvoraussetzungen]