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Beweisprognose
(recht.ref)
    

Mit Beweisprognose wird die anwaltliche Abschtzung der Beweisbarkeit der vom Mandanten vorgetragenen Tatsachen bezeichnet. Der Anwalt muss bei der Beweisprognose versuchen, anhand der ihm vorliegenden Beweismittel vorherzusehen wie das Gericht entscheiden wird.

Beispiel: M kommt zu dem Anwalt A. Er trgt vor, dass er allein in einer Mietwohnung im zweiten Stock wohne und dass der von den ber ihm wohnenden Mietern verursachte Lrm unertrglich sei. Er habe im Internet gelesen, dass das AG Chemnitz bei erheblicher Lrmbelstigung eine Mietminderung von 35 % angenommen hat und daher die Miete entsprechend gekrzt. Dann habe der Vermieter ihn auf Zahlung der Differenz verklagt. Er will wissen wie seine Erfolgsaussichten sind.

Im Prozess wird es wesentlich auf das Vorliegen einer erheblichen Lrmbelstigung ankommen. Der Anwalt wird hier zunchst ermitteln wer fr den Lrm beweispflichtig ist (hier der Mandant) und dann welche Beweismittel fr das Vorliegen der "erheblichen Lrmbelstigung" vorliegen (Gutachten, Zeugen, Augenscheinsbeweis). Anschlieend muss er versuchen einzuschtzen (zu prognostizieren), welche Schlsse das Gericht aus den Beweisen ziehen wird.

Aufbau

Bei bereits erhobenen Beweisen:

  1. Einleitung ("Fraglich ist, ob das Gericht aufgrund von (...) zu der berzeugung kommen wird (...)")
  2. Beweiswrdigung
  3. Bei non liquet, Prfung der Beweislast

Bei noch nicht erhobenen Beweisen, fr jeden in Frage kommenden Beweis:

  1. Einleitung ("Fraglich ist, ob das Gericht den Beweis erheben wird und zu der berzeugung kommen wird (...).")
  2. Vorliegen der Voraussetzungen fr die Beweisaufnahme
  3. Beweiswrdigung

Auf diesen Artikel verweisen: Anwaltsklausur