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Berufung im Strafrecht
(recht.straf.prozess)
    

Gem 312 StPO ist die Berufung im Strafrecht nur gegen die Urteile des Strafrichter und des Schffengerichts mglich. Daraus folgt, dass gegen die, bei schwerer Kriminalitt ergehenden, erstinstanzlichen Urteile der Strafkammern und Schwurgerichte sowie die im ersten Rechtszug ergangen Urteile der Oberlandesgerichte eine Berufung nicht mglich ist.

Vorausetzungen der Berufung

Dass die Berufung gerade bei Verurteilung wegen schwerer Verbrechen entfllt, und damit der Rechtszug verkrzt wird hat historische Grnde. Bei Formulierun der Strafprozessordnung im Jahr 1877 stritten die Liberalen mit den Konservativen um die Beteiligung von Geschworenen und die Mglichkeit zur Berufung. Beides Punkte, die die Konservativen mglichst verhindern wollte. Da den Liberalen die Beteiligung Geschworener wichtiger war als die Mglichkeit zu Berufung, nahmen sie bei schweren Verbrechen im Gegenzug zur Einrichtung eines Schwurgerichts den Wegfall der Berufungsinstanz in Kauf. Die Geschworenen sind mit der Reform von 1921 (siehe dazu unter Schwurgericht weggefallen, die Verkrzung der Instanzen ist geblieben.

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