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Ausschlagung/Annahme
(recht.zivil.materiell.erb)
    

Von Ausschlagung spricht man wenn ein Erbe gem 1942 ff BGB die Erbschaft ablehnt. Die Ausschlagung hat zur Folge, dass die Erbschaft demjenigen zufllt, der sie nach gesetzlicher Erbfolge bekommen htte, wenn der ausschlagende Erbe bereits verstorben gewesen wre, d.h. der Ausschlagende wird als vorverstorben behandelt ( 1953 Abs. 2 BGB).

Die Ausschlagung muss gem 1945 BGB zur Niederschrift gegenber dem Nachlassgericht erklrt oder in ffentlich beglaubigter Form abgegeben werden.

Es gilt der Grundsatz, dass der Ausschlagende seinen Pfichtteil nicht mehr geltend machen kann, von diesem Grunsatz gibt es aber wichtige Ausnahmen, z.B. die Ausschlagung eines mit einem Vermchtnis belasteten Erbteils gem 2306 Abs. 1 S. 2 BGB oder 1371 Abs. 3 BGB.

Mit Annahme wird die Willenserklrung bezeichnet, mit der der Erbe die Erbschaft akzeptiert und auf die Ausschlagung verzichtet. Die Annahme kann formfrei erfolgen. Sie wird fingiert, wenn der Erbe nicht innerhalb von sechs Wochen ausschlgt ( 1943, 1944 BGB).

Ausschlagung und Annahmen knnen angefochten werden.

Auf diesen Artikel verweisen: Ehegattenerbrecht * Nachlassverbindlichkeiten