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argumentum a majore ad minus
(recht.philosophie und recht.methoden)
    

Mit argumentum a majore ad minus wird eine Schlussfolgerung bezeichnet, die vom "Greren" auf das "Kleinere" schliet. D.h. aus der Wahrheit des allgemeinen Urteils ergibt sich die Wahrheit des partiellen Urteils. Kerngedanke dieses Schlusses ist, dass was fr das "Grere" gilt erst recht fr das "Kleinere" gelten muss. Man spricht daher auch vom Erst-Recht-Schluss.

Beispiel: Steht es laut Gesetz im freien Ermessen einer Behrde eine Erlaubnis zu erteilen oder zu versagen, so kann man a majore ad minus schlieen, dass es auch in ihrem freien Ermessen steht eine Erlaubnis mit Beschrnkungen zu erteilen.

Mit anderen Worten: Wenn alle Entscheidungen im Ermessen der Behrde stehen, dann steht auch die Teilmenge der beschrnkten Erlaubnis im Ermessen der Behrde.

Fr den Schluss a majore ad minus ist erforderlich, dass der Schluss eine Teilmenge der Prmisse ist.

Auf diesen Artikel verweisen: Schlussverfahren/Schlussregeln * Erst-Recht-Schluss