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Arbeitszeugnis, einfaches/qualifiziertes
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.arbeit)
    

Jeder Dienstverpflichtete, d.h. in der Regel Arbeitnehmer, hat bei Beendigung des Arbeitsverhltnisses gem 630 BGB einen Anspruch auf Erteilung eines Zeugnisses. Fr Arbeitnehmer ergibt sich der Anspruch aus dem spezielleren 109 GewO.

Das Gesetz unterscheidet dabei zwischen einem Zeugnis, das nur die Bezeichnung der Art des Dienstverhltnisses und dessen Dauer umfasst (einfaches Zeugnis) und einem Zeugnis, das sich zustzlich auf die Leistungen und Fhrung im Dienste erstreckt (qualifiziertes Zeugnis).

Zwischen den beiden Zeugnisarten besteht ein Wahlrecht.

Aus dem qualifizierten Zeugnis muss sich alles Wesentliche ergeben, das fr eine Gesamtbeurteilung erforderlich ist. Andererseits muss das Zeugnis wohlwollend sein (so BGH v. 26.11.1963 AP Nr. 10 zu 826 BGB).

Aus diesem Spannungsverhltnis ergibt sich in der Praxis eine bestimmte Zeugnissprache, die durch Auslassungen und bestimmte Formulierungen zu einer Bewertung kommt. Fr Details siehe unter Zeugnissprache.

Das Arbeitszeugnis enthlt grundstzlich:

  1. Angaben ber Ein- und Austrittsdatum
  2. Beschreibung des Unternehmens
  3. Beschreibung des Aufgabengebiets des Arbeitnehmers
  4. Angaben ber Teilnahme an Fortbildungsmanahmen
  5. Angaben ber Leistungsfhigkeit
    1. Arbeitsbereitschaft/Motivation
    2. Belastbarkeit ("sehr belastbar")
    3. Fachwissen ("fundierte Fachkenntnisse")
    4. Zusammenfassung ("stets zu unserer vollsten zufriedenheit")
  6. Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ("stets einwandfrei")
  7. Grund des Ausscheidens ("auf eigenen Wunsch")
  8. Dank, Bedauern und Wnsche fr den weiteren Lebensweg
  9. Unterschrift

Auf diesen Artikel verweisen: Zeugnis/Zeugnis * Zwischenzeugnis * Zeugnissprache, Arbeitsrecht