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Anwartschaftsrecht/Vollrecht
(recht.zivil.materiell.sachen)
(engl. remainder )
    

Von einem Anwartschaftsrecht spricht man, wenn zum Vollerwerb eines Rechts nur noch eine Bedingung fehlt, die der Berechtigte selbst erfllen kann und der Berechtigte (z.B. durch 161 BGB) gegen Zwischenverfgungen geschtzt ist, so dass der Verpflichtete den Rechtserwerb nicht mehr oder nur noch Verhindern kann, wenn er den Bedingungsausfall herbeifhrt. Das vollstndig erworbene Recht wird auch als Vollrecht bezeichnet.

Beispiel: Hufigstes Beispiel ist der Kauf unter Eigentumsvorbehalt. Hier tritt der Vollerwerb des Eigentums mit Zahlung der letzten Rate ein. Der Verkufer kann dies nicht verhindern.

Das Anwartschaftsrecht auf Rechte an Sachen wird auch dingliches Anwartschaftsrecht genannt. Es ist ein sonstiges Recht im Sinne von 823 Abs. 1 BGB.

Beim Grundstckserwerb entsteht das Anwartschaftsrecht mit dem Antrag des Erwerbers auf Eigentumsumschreibung nach erfolgter Auflassung oder der Eintragung einer Auflassungsvormerkung (BGHZ 106,108ff.).

bertragung

Das Anwartschaftsrecht wird analog den Regeln fr das Vollrecht bertragen.

Auf diesen Artikel verweisen: Zubehr * sonstiges Recht i.S.d. 823 Abs. 1 BGB * Skript Grundstcksrecht, notarielle Fachprfung