Wir benutzen Cookies um Inhalte und Werbung zu personalisieren und die Seitennutzung zu analysieren. Wir teilen diese Informationen über google adsense mit unseren Werbepartnern.
logo mit Text lexexakt.de Werbung:
Artikel Diskussion (0)
Anstiftung, Vorsatz
(recht.straf.at.tut.teilnahme.anstiftung)
    

Bei der Anstiftung muss sich der Vorsatz des Anstifters auf das

  1. Hervorrufen des Tatentschlusses und
  2. die in wesentlichen Grundzgen konkretisierte Hauptat durch einen bestimmten Tter oder einen individuell bestimmbaren Personenkreis. Es langt nicht wenn jemand nur allgemein zu Straftaten z.B. auf nur abstrakt beschriebene Tatobjekte aufruft (BGHSt 34, 63).
erstrecken.

Ein Exze des Haupttters wird dem Anstifter nicht zugerechnet, er haftet nur soweit wie sein Anstiftervorsatz reicht.

Wie eine Objektsverwechslung des Haupttters behandelt wird ist umstritten. Der BGH hat im Hoferbenfall (BGHSt 37, 214) angenommen, dass die fr den Haupttter unbeachtliche Verwechslung auch fr den Anstifter keine Auswirkungen hat, da er glelich dem Tter bestraft werde und es sich nur um eine unwesentliche Abweichung von seinem Vorstellungsbild handele. Die hM im Schrifftum sieht darin dagegen eine aberratio ictus des Anstifters (z.B. SK-Rudolphi, 16 Rn. 30). Er wre dann wegen versuchter Anstiftung am vorgesehenen Opfer und ggf. wegen fahrlssiger Ttung des getroffenen Opfers strafbar.

Auf diesen Artikel verweisen: keine Verweise