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Affekt, asthenischer
(recht.straf.at.schuld)
    

Von einem asthenischen Affekt spricht man im Strafrecht bei einer Gemtsbewegung, z.B. hochgradige Erregung, Furcht oder Schrecken die zur Begehung einer Straftat gefhrt hat. Der asthenische Affekt fhrt, wenn er fr die Tat kausal war, zur Schuldunfhigkeit gem 20, 21 StGB fhren. Es ist allerdings notwendig, dass der asthenische Affekt dazu fhrte, dass der Tter das Tatgeschehen nicht mehr richtig wahrnehmen konnte.

N wollte sich am A rchen. Der A der wusste, dass der N eine scharfe Schusswaffe besa, frchtete daher um sein Leben. Am Abend des 11. 6. besuchte der A ein Stadtfest. Er hatte ein Messer mit 9 cm langer Klinge bei sich. Der A hatte bereits tagsber Alkohol konsumiert und setzte diesen Konsum fort. Gegen 21 Uhr erschien der N mit etwa 10 Begleitern. Er entdeckte den A schaute aus einigen Metern Entfernung immer wieder zu diesem hin und sprach wiederholt mit seinen Begleitern, whrend er auf den A zeigte. Der A fhlte sich ber einen Zeitraum von fast zwei Stunden fixiert, geriet in Angst. Er verwarf den Gedanken das Fest zu verlassen, weil er befrchtete, N und seinen Leuten dann ausgeliefert zu sein. Schlielich musste der A zum Austreten am N vorbeigehen. Als er zurckkehrte, stellte sich ihm der N in den Weg, packte ihn an der Schulter und versetzte ihm einen Schlag ins Gesicht, wobei er schrie, jetzt wrden sie abrechnen. Sodann ging der N auf den A zu und griff dabei innen in seine Bomberjacke. In seiner Angst dachte der A nunmehr sofort an die scharfe Waffe des N und frchtete, dass dieser ihn erschieen wolle. A zog daraufhin das Messer und stie es, um dem erwarteten unmittelbaren "Schieangriff" des N zuvorzukommen, in diesen hinein. In seiner panischen Angst davor, dass der N noch an die Waffe kommen und schieen knne, stie der A danach wiederholt krftig zu, bis er den N zu Boden gebracht hatte. Er hielt den N fest whrend er in unverminderter Angst von hinten ber den N gebeugt mit Wucht auf ihn einstach. Der N war nicht mehr in der Lage, etwas gegen den A zu unternehmen. In seiner starken Angst vor dem vermeintlichen Schusswaffenangriff vermochte der A indessen auch unter der Einwirkung des Alkohols die Situation nicht mehr richtig einzuschtzen. Seine Angst war so gro, dass er den Tod des N billigend in Kauf nahm. Er bemerkte auch nicht, dass der Zeuge S, der nochmals versuchte, den A und den N zu trennen, sich durch das Messer des A eine bis auf den Knochen reichende Schnittverletzung am linken Daumenballen mit Durchtrennung der Sehne zuzog. Der N sackte schlielich, im Gesicht, am Hals und im Brustbereich getroffen, ganz zu Boden. Der A der nun auf den Nebenklger eintrat, wurde schlielich von Helfern weggerissen und floh. (Angelehnt an BGH v. 24. 10. 2001 Az. 3 StR 272/01)

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